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Workshop "Neues zum Datenschutzrecht": Einfluss der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auf Schweizer Unternehmen und rechtliche Situation in der Schweiz

Die technische und digitale Entwicklung der letzten 25 Jahre hat unseren beruflichen und privaten Alltag neu geprägt und zum Teil stark verändert. Somit ist auch die Möbelbranche in der Schweiz betroffen. Allerdings haben in den letzten Jahren auch die Datendiebstähle und Datenmissbräuche stark zugenommen (z.B. ausspionieren, abhören oder beobachten von Personen, Bestellung von Leistungen und Waren mittels Aneignung eines fremden Profils, Nutzung von fremden Kredit- und EC-Karten usw.). Der Schutz und die Sicherheit persönlicher Daten und der richtige Umgang mit Informationen durch Private und Unternehmen muss in diesem neuen Umfeld sichergestellt werden können. Die rasante technische Entwicklung und die zunehmende digitale Verarbeitung von Daten macht eine Anpassung des Datenschutzrechts notwendig.
 
Neue EU-Datenschutz-Grundverordnung hat Auswirkungen auf Schweizer Unternehmen. Die EU hat ihr Datenschutzrecht revidiert. Am 25. Mai 2018 wird die bereits im April 2016 in Kraft getretene neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ihre Wirkung entfalten. Sie soll die Personendaten der EU-Bürger besser schützen. Dazu gehört etwa das Recht auf Löschung persönlicher Daten. Für die Unternehmen bedeutet dies mehr Arbeit und Bürokratie. Dazu gehören erhöhte Informationsmassnahmen, Dokumentation der Prozesse und erfassten Daten, Aufzeichnung der Datenverarbeitungsaktivitäten, Bestellung eines internen oder externen Datenschutzverantwortlichen, Meldepflichten bei Datenschutzverletzungen usw. Wer sich nicht rechtskonform verhält, dem drohen harte Strafen: Bis zu 4% des Jahresumsatzes oder bis zu EUR 20 Mio. Bussen können im Extremfall ausgesprochen werden.
 
 
Betroffen sind nicht nur Unternehmen mit Sitz in der EU, sondern auch die grosse Mehrheit von Firmen in der Schweiz. Selbst solche, die keine Niederlassungen in der EU unterhalten. Es genügt, wenn sie Daten von Kunden bearbeiten, die sich in der EU befinden oder sogar, wenn Schweizer Firmen Waren oder Dienstleistungen im EU-Raum anbieten. Selbst ein kleiner Schweizer Möbelproduzent/Möbeldetailhändler, die ihre Produkte EU-Bürgern verkauft (Marktortprinzip), oder eine nationale Website, auf der die Preise nicht nur in Franken angegeben sind oder die Liefer- und Zahlungskonditionen für Ausländer erwähnt, können unter die EU-DSGVO fallen.
 
Themen also, die den Schweizer Möbelhandel und Möbelhersteller gleichermassen beschäftigen und fordern werden. Also genug Motivation, dass der Verband möbelschweiz seinen Mitgliedern und weiteren direkt betroffenen Kreisen aus erster Hand Informationen über die aktuelle Entwicklung anbietet. Unterstützt werden wir dabei von Herrn RA lic. iur. Orlando Meyer, Advokatur für Arbeitsrecht und Datenschutz in Basel.
 
Der Workshop wird an zwei Daten und zwei zentralen Orten angeboten:

  • Mittwoch, 18. April 2018, von 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr in der Welle7 beim Hauptbahnhof Bern (ab 08.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer und Begrüssungskaffee)
  • Mittwoch, 2. Mai 2018, von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Au Premier im Hauptbahnhof Zürich (ab 14.30 Uhr Eintreffen der Teilnehmer und Begrüssungskaffee)
     
    Inhalt Workshop:
  • Auslegeordnung
  • Wichtigste Neuerungen
  • Rechte und Pflichten
  • Sanktionen bei Nichtbeachtung
  • Anwendbarkeit auf CH Unternehmen
  • Stand DSG-Revision
  • Empfohlene Vorgehensweise
  • Frage- und Diskussionsrunde
 
Unkostenbeitrag:
  • Verbandsmitglieder möbelschweiz CHF 195.00 pro Person exkl. MWST, 20% Rabatt für jeden weiteren Teilnehmer aus derselben Firma
  • Nicht-Verbandsmitglieder CHF 390.00 pro Person exkl. MWST, 20% Rabatt für jeden weiteren Teilnehmer aus derselben Firma

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